Mir war natürlich völlig klar, dass Kampagnenjournalisten der regierungsnahen Presse schäumen würden vor Wut, wenn ich die erste Runde der OB-Wahl gewinne. Haben sie doch wieder alle Register gezogen, um mich in ein möglichst anrüchiges Licht zu rücken und dümmste Klischees über mich zu verbreiten. Doch das Gute bei uns im Erzgebirge ist, dass die Menschen hier nicht blind alles glauben, was sie glauben sollen. Sie machen sich ein eigenes Bild, sammeln eigene Eindrücke und Erfahrungen – und konnten in den vielen Jahren, in denen ich ehrenamtlich politisch aktiv bin, immer wieder die Erkenntnis mitnehmen, dass ich im wahren Leben kein „rechtsextremistisches“ Klischee erfülle. Ich bringe vielmehr einen gesunden, heimatverbundenen Wertekompass mit, halte die Freiheit des Einzelnen gegenüber staatlicher Übergriffigkeit hoch und bin bestrebt, eine friedliche und lebenswerte Heimat zu gestalten, in der jeder gleichberechtigt mitwirken kann – unabhängig von seiner politischen Einstellung.

„Rechtsextremismus“ definiert sich in der Politikwissenschaft dadurch, dass man Demokratie ablehnt und diese Haltung auch mit Gewalt durchzusetzen versucht. Jeder Mitbürger, der mich in den vergangenen Jahren kennenlernen konnte, weiß, dass mir ein solches Bestreben völlig zuwider ist. Ich lehne Demokratie nicht ab – im Gegenteil: Ich will sie seit jeher ausbauen und transparenter machen! Was ich hingegen ablehne, ist Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele. Und genau das gilt auch für die Freien Sachsen als die Partei, die mich zur Oberbürgermeisterwahl nominiert hat. Aus welcher politischen Richtung Gewalt in Wahrheit kommt, mussten wir erst am 30. April mit dem Säure-Attentat gegen unsere Lokale in Aue erleben.

Wenn mir der dem CDU-Innenminister unterstellte Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ in treuer Kooperation mit den abgewirtschafteten Altmedien derartige Dinge nachsagt, geht es schlicht um das Verbreiten von Lügen und das Verächtlichmachen unliebsamer politischer Mitbewerber. Denn man will das regionale CDU-Monopol erhalten.

Ich bin den Menschen unserer Stadt sehr dankbar dafür, dass sie dieses Schubladendenken überwunden haben! Es geht hier nicht um Parteipolitik – es geht vielmehr darum, dass unsere Stadt einen neuen Oberbürgermeister bekommt, der mit Mut und Sachverstand die Probleme anspricht und anpackt und neuen Schwung in unsere Zivilgesellschaft trägt.

Auch wenn politische Gegner sich gern einreden, es wäre anders: Genau wie ich es bereits als Stadtrat praktiziere, werde ich es auch als Oberbürgermeister fortführen – Argumente und Vorschläge nicht nach ihrer Herkunft, sondern nach ihrem Gehalt gewichten. Wenn die SPD-Stadträtin einen sachlich guten Beitrag liefert, werde ich ihn genauso unterstützen wie einen von der CDU oder der AfD. Dieses kindische Brandmauer-Denken muss überwunden werden – denn im freien Wettbewerb der Ideen liegt die Stärke der Demokratie: durch Debatte und Kompromiss das Beste für unsere gemeinsame Stadt zu erreichen. Für nichts anderes stehe ich.

Am 7. Juni gilt es im 2. Wahlgang:
EINER FÜR ALLE – ALLE FÜR EINEN!

Stefan Hartung
Oberbürgermeisterkandidat für Aue-Bad Schlema