Als der CDU regierte Landkreis Aue-Schwarzenberg vor über 20 Jahren die hochgradig dumme Entscheidung traf die Friedrich-Schiller-Schule in Bad Schlema zu schließen, fanden sich engagierte Menschen, die diesem wunderschönen Schulstandort eine Zukunft bieten wollten. Die private „Oberschule Westerzgebirge“ bildete sich und bot unseren Kindern eine wohnortnahe Beschulung bis zur 10. Klasse.
Über Jahre funktionierte dies zur Zufriedenheit aller Seiten: Der Gemeinderat (und seit 2019: Stadtrat) unterstützte den privaten Träger, wo es nur ging, es flossen Millionensummen in die Modernisierung und die Eltern waren glücklich, dass ihre Kinder keine weiten Anreisewege mit dem Bus auf sich nehmen mussten. Übrigens beteiligten sich auch diese durch Zahlung des Schulgeldes an diesem Projekt!
Doch im letzten Jahr kippte das Verhältnis: Zahlreiche Fünftklässler aus dem unmittelbaren Wohnumfeld wurden unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt und müssen nun nach Aue oder Schneeberg fahren, obwohl sie teils nur wenige hundert Meter Schulweg hätten. Gleichzeitig wurden Schüler aus dem halben Landkreis in diesen Jahrgang aufgenommen.
Für mich ist dieser Zustand unhaltbar! Hier muss eine neue Grundsatzvereinbarung mit dem privaten Träger getroffen werden, wonach entweder unsere Schüler Vorrang haben oder man sich nicht nur symbolisch, sondern auch nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben tatsächlich an den Sanierungskosten der letzten Jahre beteiligt! Es kann nicht sein, dass unsere Stadt den Ausbau subventioniert, damit unsere Kinder eine Schule bekommen und dann ausgerechnet unsere Kinder das Nachsehen haben!
PS: Bevor wieder Schlaumeier daherkommen und mir womöglich Eigennutz unterstellen: Nein, meine Tochter war NICHT von einer Absage betroffen! Mir geht es ums Prinzip!